Pressemitteilung zur Polit-Talk Veranstaltung des VMW vom 28.01.2020

Antisemitismus, Rassismus – Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Deutschland?

Mehr als 700.000 Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland unternehmerisch aktiv und haben in den letzten Jahrzehnten weit über 2 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Somit hat jeder 6. Unternehmer in Deutschland einen Migrationshintergrund. Und jedes Jahr kommen viele neue Unternehmensgründer dazu. Zum Erhalt unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist diese kulturelle Vielfalt von großer Bedeutung.

Aber wie wirkt sich die derzeitige Fremdenfeindlichkeit, der Rassismus und Antisemitismus auf die deutsche Wirtschaft aus? Schrecken die sich in letzter Zeit häufenden Anschläge auf jüdische und muslimische Einrichtungen die in Deutschland lebenden Unternehmer mit Migrationshintergrund und  Investoren aus dem Ausland ab? Machen die dringend benötigten Fachkräfte aus dem Ausland eine großen Bogen um Deutschland und verpufft damit die Wirkung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes noch bevor es in Kraft getreten ist?

Darüber hat der Verband der Migrantenwirtschaft gemeinsam mit

  • Hans-Peter Friedrich, MdB, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Innenminister a.D.
  • Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrates der Juden in Deutschland

sowie Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien diskutiert.

Der Vizepräsident der Deutschen Bundestages Dr. Hans-Peter Friedrich erklärte dabei: „In einer globalisierten Welt ist das Land am erfolgreichsten, das Menschen aus allen Nationen und Kulturen den Freiraum gibt, sich in Wirtschaft und Gesellschaft einzubringen. Wer Rassismus, Antisemitismus und nationalistischer Überheblichkeit das Wort redet, schadet unserem Land.“

Daniel Botmann betonte: „Deutschland hat gerade durch die konsequente Befassung und Aufarbeitung der Schoa neues Vertrauen im Ausland aufgebaut. Für viele Länder ist es ein Gradmesser, wie Deutschland mit Antisemitismus und Rassismus umgeht. Solange der Konsens unumstößlich besteht, dass Menschenhass in Deutschland geächtet wird, wird die Bundesrepublik auch als verlässlicher Partner im Ausland wahrgenommen werden. Und das hat auch Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Vorstandsmitglied und Gastgeber Nihat Sorgeç begrüßte das rege Interesse an dem gemeinsamen Dialog und erinnerte an die Verantwortung eines jeden einzelnen: „Mit dem Ziel unserer Zukunftssicherung müssen wir eine offene Gesellschaft schaffen, die ohne jegliche Diskriminierung, Benachteiligung und Teilhabedefizite – unabhängig von ethnischer Herkunft und Religion – ist.“

 

Der Verband der Migrantenwirtschaft (VMW e.V.)

2020-01-29T00:04:11+00:00 28.01.2020|

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